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Hinweise auf Brain Recovery – was eine 3-Jahres-Studie bei Post Covid zeigt

13. Aug.
1 Min. Lesezeit


Was sich verändert hat, kann sich wieder verändern!


Ein Team der Uniklinik RWTH Aachen hat 51 Menschen mit Post-COVID drei Jahre lang begleitet: MRT-Bildgebung, Kognition, Biomarker. Veröffentlicht 2025 in Brain Communications.


Zu Beginn: messbare Veränderungen in Thalamus, Basalganglien und Hirnstamm. Also genau dort, wo Wachheit, Antrieb und Bewegung reguliert werden.


Nach drei Jahren: langsame klinische Besserung. Weniger Fatigue, bessere Kognition. Parallel dazu strukturelle Stabilisierung, funktionelle Reorganisation, stärkere Vernetzung.


Und das, was fehlte, ist genauso relevant: keine Neurodegeneration. Keine fortbestehende systemische Entzündung.


Ärztin am PC

Die Autoren nennen es „brain recovery“.


Was die Studie nicht leistet: Sie erklärt keine Ursache, prüft keine Intervention, hat keine Kontrollgruppe. Wer sie als Wirksamkeitsnachweis verkauft, überdehnt sie.


Was sie leistet, ist trotzdem beachtlich, vor allem für die Sprache, die wir in Befunden und Beratungsgesprächen verwenden. „Strukturelle Veränderung im Gehirn“ wird schnell zu „irreversibel“ übersetzt. Diese Daten stützen das nicht.


Biologisch messbar und biologisch veränderbar sind kein Widerspruch.


Deshalb halte ich die zweite Frage für unterschätzt. Nicht nur: Was hat sich verändert? Sondern: Was kann sich wieder verändern?



Quelle: Dadsena R. et al. Evidence of clinical and brain recovery in post-COVID-19 condition: a three-year follow-up study. Brain Communications. 2025;7(5).

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